Mobile Dusche 1999
Ich hatte Gelegenheit eine sehr preisgünstiege 3-Zimmerwohnung zu mieten, günstig war sie, weil es kein Badezimmer gab. In Altbauwohnungen ist es in diesem Fall üblich eine Duschsituation in die Küche einzubauen, ich fand allerdings, dass ich meine geliebte Kocherei nicht mit den eher pragmatischen Mitteln zur Körperreinigung kontaminieren möchte. Mit anderen Worten: Duschen und Kochen gehört nicht zusammen. Zudem störte micht die Vorstellung, über eingeweichten Spaghettitellern abends meine Zähne zu putzen, also musste auch ein separates Brünneli her.

Mit meiner Erfahrung aus der mobilen Küche machte ich mich also an die Planung einer Mobilen Dusche - nur leichter und transparenter sollte das Ding werden, dass man auch etwas sieht von der vielen schönen Technik. In einer kubischen Struktur aus pulverbeschichtetem Vierkantrohr befindet sich nun ein 30-Literboiler, eine Abwasserpumpe und die integrierte Beleuchtung, diese beleuchte auch die vielfältige Verrohrung und Anschlüsse für Waschmaschine und Spültisch.

An den 35 x 90 auf 2 Meter hohen Körper sind von der einen Seite die Duschkabine- und von der anderen das Brünneli angedockt. Der orange Duschvorhang schafft eine angenehm warme Atmosphäre in der grosszügigen Dusche; hier darf eine Ablage für Shampoo und Seife natürlich nicht fehlen. Auf der Brünneliseite ist ein Spiegelkästli eingelassen, dieses ist aus rohem Fichtenholz gebaut - hier interessierte mich die Material- und Farbkombination von pulverbeschichtetem hellblau zu gelblichem Holz und halbtransparenter Polypropylenfolie.